Übung „sehen“
Wir Menschen haben unsere Sinne und wir gehen auch davon aus das wir sie benutzen. Klar, tun wir ja auch, nur WARUM erscheint dann hier eine Übung für das „SEHEN“. Selbst während wir das hier lesen ist uns doch bewusst, dass wir das sehen was wir lesen. Von daher ein kurze Erklärung.
Wir leben in einer Welt des Konsums und der Medien, fast ohne Unterbrechung hagelt es neue Informationen die unser Gehirn verarbeiten muss. Daher filtert es vieles heraus was wir scheinbar nicht benötigen, so gehen uns viele Dinge verloren ohne das wir es wissen. Diese und folgende Übungen sollen uns die Möglichkeit geben bewusst zu entscheiden ob diese Informationen „wirklich“ überflüssig sind.
Die Übungen sollen dazu dienen unsere Sinne wieder zu schärfen!!!
Es ist auf jeden Fall ratsam, die ersten Male mit einem Lehrer solcher Dinge in einen Wald oder die Natur im allgemeinen zu gehen, damit dieser darauf hinweisen kann wie und in welcher Form auf das zu achten ist, was man üben soll. Worauf man seine Aufmerksamkeit zu richten hat.
Zumindest sollte man zu Zweit sein, denn am Ende wird man immer danach gefragt: „Was hast Du gesehen?“
Deine Augen werden erst mit der Zeit wachsamer, du siehst: das Reh, den Hasen auf der Lichtung, den Käfer unter dem Farn und jeden Vogel des Waldes. Jede noch so kleine „(Un)Wichtigkeit" wird plötzlich von Deinen Augen erfasst. Du wirst plötzlich das Gefühl haben, ewig Jahre lang blind gewesen zu sein.
Übungen:
Setze Dich vor ein Bild (Foto/Radierung/Öl/usw.) Versuche es in Dich aufzunehmen. Fünf Minuten lang. Dann beschreibe es in allen Details einer zweiten Person. Zeige dieser nun das Bild und frage sie, ob sie das Bild sieht, welches Du ihr beschrieben hast.
Gehe in den Wald und versuche alles um Dich herum zu sehen. Jeden Tag und es wird gelingen.
Wenn Ihr jetzt fragt wozu es wichtig ist einen Käfer in einem Wald zu erkennen, stellt Euch vor wie sich Eure Wahrnehmung in der Schule oder auf der Arbeit verändert. Wer weiß ob Ihr so etwas wahrnehmen könnt was für Eure weitere Entwicklung extrem wichtig sein kann.